Dienstag, 11. November 2014

Elche und Zombies

Tina, Nora und Marina
Ein Highlight von Noras Besuch Ende September war unsere Schärenrundfahrt. Zu diesem Zweck haben wir fuer einen Tag ein Auto gemietet und sind morgens mit Tina und Marina losgezogen. Nicht ohne festzustellen, dass a) ein Navigationsgerät seine Vorteile hat, weil wir b) nicht so die Helden in Sachen Kartenlesen sind (es steht aber auch nie das auf Schildern, was man bräuchte!) und c) finnische Autobahnschilder reichlich doof sind. Aber wir haben es trotz Anfangsschwierigkeiten auf die Schärenstrasse geschafft - und ab da fährt man dann einfach immer der Nase nach. Und biegt spontan mal rechts ab, wenn es so aussieht, als könnte es irgendwo besonders schön sein.

Wie so oft zeigte sich Finnland von seiner eher menschenleeren Seite: Ende September haben diverse Restaurants schon längst geschlossen (mies, wenn man dringend auf die Toilette muss!) und auch die kostenlosen Fähren, die die einzelnen Inseln teilweise verbinden fahren nicht mehr alle.
Schade ist ausserdem, dass man nur selten in Wassersichtweite fährt, sondern meist von Wald umgeben ist.
Statt Menschen haben  wir allerdings ein Wesen gesehen, das uns wesentlich mehr begeistert hat: Ein junger Elch stand plötzlich vor uns auf der Strasse. Weil er allerdings angesichts des Autos mit vier quietschenden Damen schnell wieder im Unterholz verschwand, kann ich hier kein Beweisfoto präsentieren. ;)

 

Ueberhaupt: vier junge Damen im Auto. Auf einsamen Strassen. Kein Wunder, dass wir einmal mehr von Zombies fantasiert haben. Und uns gefragt haben, welche Geräusche Elchzombies wohl so machen - und was die fressen.

Geschlossener Schauplatz unserer Zombiefantasien
Fuer die akustische Untermalung der Reise sorgte das Radio - wir stellten gemeinschaftlich fest, dass im finnischen Radio zu viel gelabert wird (da eine Mitreisende finnisch nicht gerade fuer eine akustische Wohltat hält: schwierig). Trotzdem: Als während einer Fährenfahrt "Can't stop me now" von Queen lief, haben sich drei von uns sehr gefreut. Und zu Marinas Leid auch noch lautstark mitgegröhlt.

Kostenlose Verbindungen zwischen den Schären.
Leider hat das Wetter gegen Abend beschlossen, nicht mehr ganz so kooperativ zu sein: Der Herbst machte sich bemerkbar mit Nieselregen und frösteliger Kuehle. Zumindest fuer mysteriöse Stimmung an Bootsstegen ist das allerdings nicht das Schlechteste: Fuer mich sieht das Foto ja ein bisschen nach einem Cover fuer einen Skandinavienkrimi aus.


Andere Fotos deuten eher darauf hin, dass meine bezaubernde Reisebegleitung latent einen an der Waffel hat. Ungeklärt blieb, ob Schläge mit Schildern den Ausbruch des Elchzombieviruses effektiv bekämpfen können.

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