Montag, 8. Dezember 2014

Baltic Trip: Nobody has drowned yet...

Den nächsten Tag verbrachten wir hauptsächlich im Bus, unterwegs von Tallinn nach Vilnius. Drei Länder an einem Tag ist ungefähr eines zu viel, habe ich festgestellt.
Damit die Fahrt nicht unerträglich lang wurde, gab es einen Zwischenstop beim Schloss von Turaida in Lettland. Gefallen hat es mir dort sehr gut, obwohl es die ganze Zeit geregnet hat.
Zum Schloss gehört ein Park, in dem ein Künstler während der Sowjetzeit Skulpturen zu Volkssagen verteilt hat - ohne Titel, um sie vor Zensur zu schützen.
Besonders gut gefallen hat mir dieser alte Geschichtenerzähler hier:

Dere ist so alt, weil es über 200.000 Volksmärchen, Sagen und Mythen in Lettland gibt. Wenn man die alle auswendig lernen wollte (was nach Ansicht unseres Guides unmöglich ist), wäre man am Ende sehr, sehr alt. Die Hand vor dem Mund ist übrigens als Hinweis darauf zu verstehen, dass es in der Sowjetzeit gar nicht gern gesehen wurde, solche alten Geschichten zu erzählen und damit eventuell Nationalbewusstsein zu provozieren.
Unser Guide hatte nicht nur derartige Geschichten zu einzelnen Figuren zu erzählen, sondern auch einen wunderbaren Humor. Querfeldein durch den Matsch stapfend, wies er darauf hin, dass ja noch keiner von uns ertrunken sei und wir daher gerne noch ein bisschen weiter durch den Park laufen könnten. Ja, bitte!

Und so schön sind neblige lettische Wälder, wenn man sie von Burgtürmen aus fotografiert: 


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