Sonntag, 14. Dezember 2014

Nordwärts

Wir alle hatten ordentlich Bammel vor November. Der ist auch in Deutschland der Monat, auf den ich am liebsten verzichten würde. Und ich war mir ziemlich sicher, dass er in Finnland eigentlich nur noch schlimmer (aka kälter, düsterer, regnerischer) werden könne.
Damit er wenigstens gut anfängt, fuhr eine kleine deutsch-österreichische Delegation am 1.11. nach Tampere. Die drittgrößte finnische Stadt, in der eine Freundin von mir ihr Erasmus-Semester verbracht hatte, wollte ich gerne mal sehen.

Nach knappen 160 Kilometern Busfahrt mit einem betrunkenen Paar hinter uns, das sich nur schwer davon überzeugen ließ, von Geschlechtsverkehr während der Fahrt abzusehen (just for the record: Abfahrt war gegen acht Uhr morgens), kamen wir in Tampere an - und brauchten dringend ein zweites Frühstück.

Marina freut sich über den warmen Kaffee.
Julia fotografiert ziemlich sicher nicht den McDonalds.
Lisa-Marie wirkt nach dem Donut ebenfalls gut gelaunt.
Obwohl wir einen Reiseführer dabei hatten, war es eher planloses Schlendern durch die Stadt statt zielgerichtetem Sehenswürdigkeitsabklappern. Bei der Gelegenheit stießen wir auf diese schöne Kirche:


Anschließend stiegen wir auf den nahen Berg und den dortigen Aussichtsturm. Was für eine schöne Sicht auf die umliegenden Seen! Und was für ein blauer Himmel (wieder einmal): Von wegen düsternebelgrauer November. 
Gruppenfoto mit Schlagschatten. Immer gut.
 Auch der Hafen bot viele schöne Blauschattierungen: 

Unangefochtenes Highlight des Tampereausflugs war der Besuch im Mumin-Museum. Davon gibt es kaum Bilder, weil fotografieren natürlich nicht erlaubt war. Ihr müsst mir einfach glauben, dass die Originalzeichnungen von Tove Johansson wirklich interessant waren und das Muminhaus-Modell ist einfach großartig. Immerhin: Wir haben ausgiebig mit einem Muminplüschtier gekuschelt. Wenigstens eines der Fotos ist vorzeigbar. 
Zweimal kindliche Begeisterung.
Langsam begann es zu dämmern und die Entdeckungslust ließ spürbar nach. Als wir uns schließlich in den Bus nach Hause setzen konnten, war keine von uns traurig. Aber wir waren nicht zu müde, um festzustellen, dass Tampere sich zur Vorweihnachtszeit sehr schön schmückt - und im Dunklen gleich viel freundlicher ausschaut als im Tageslicht.
Für meinen Eichhörnchenfan. ;)
Mumin!
Tampere bei Nacht: Gleich viel schöner!

Aber: Turku ist schöner. Ich bin froh, dass ich hier studiere und nicht in Tampere, obwohl es dort für mich interessantere Kurse gegeben hätte. ;)

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